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Ethernetverkabelung im Freien nach IEEE 802.3 am Beispiel 10 Base 2
Dass bei 10 Base 2 soviel Wert auf ein
Grounden jedes Segmentes gelegt wird, erscheint in unseren Breiten
unverständlich. Schließlich haben wir scheinbar überall die VDE-Gerechte
Hausverkabelung mit Nulleiter und irgendwo noch einen Blitzableiter - wozu
soll man da so genau Bescheid wissen.
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Wie schnell man Bescheid wissen muss
zeigt das folgende Beispiel: Die lieben Kinder haben sich zu einem
"Erlebniscamping" im Grünen verabredet. Hier will man auf einer
LAN-Party so richtig den Rechner quälen und sich untereinander im
Wettstreit messen.
Die vier Camps sind auch schnell
aufgebaut. Sogar die Spannungsversorgung für Licht und PC ist
eingeplant, werden aufgebaut und verkabelt. |
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Lediglich bei der Camp-Vernetzung
mittels kostengünstigem Koaxialkabel bahnt sich etwas an. Die vier Camps
haben je ein eigenes Stromerzeuger Aggregat und alle vier sind brav
mittels Erdspieß geerdet. Die Verkabelung in den Camps ist schnell
geschehen, doch als man die Verbindungskabel von Camp "A" zu Camp
"B" anschließen will, fließt ein Strom.
Bedingt durch die einzelnen Aggregate
haben sich Potentiale unterschiedlicher Stärke gebildet, die jetzt durch
das Netzwerkkabel abfließen wollten. |
Problematisch wird solch eine
"Campingverkabelung" wenn keine Camp Leitung den Aufbau und die Verkabelung
überwacht. Daher sollten solch ein Erlebniscamping von einem Profi
begutachtet und abgenommen werden. Zwei Lösungen sind hier abgebildet, wie
sie immer wieder gerne aufgebaut und genutzt werden.
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Version 1: Die
Aggregat Kopplung. Jedes Aggregat ist
einzeln mittels Erdungsspieß geerdet und zusätzlich sind die Aggregate
untereinander mit einem Potentialausgleichkabel verbunden. Jedes Camp
wird ausschließlich über das eigene Aggregat versorgt. Kreuzverbindungen
von Camp zu Camp sind tabu. Die Netzwerk Verkabelung ist in vier
Segmente aufgeteilt und die Erdung erfolgt in jedem Camp über die Erdung
des Aggregates. |
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Version 2: Zentrale
Anbindung und Erdung Bereits bei der
Planung wurde ein zentraler Platz für die Spannungsversorgung
festgelegt. Hier stehen die ganzen Aggregate und haben ein gemeinsames
Erdpotential. Von hier aus laufen die Versorgungskabel sternförmig zu
den einzelnen Camps. Die Kabellängen sollten eine Kabeltrommel
Länge nicht überschreiten. Die Netzwerk Verkabelung ist auch hier in
vier Segmente aufgeteilt und die Erdung erfolgt über die Erdung der
Aggregate im Campzentrum. |
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Neben der Spannungsversorgung wird
auch die Netzwerkverkabelung vorgenommen. Zentral steht der Router
(Server), an den die einzelnen Segmente angeschlossen, terminiert und
gegroundet sind. Selbstverständlich liegen die Netzwerkkabel nicht neben
den Strom- und Erdungskabeln, sondern etwa einen halben Meter davon
entfernt. So können keine störende Einstrahlungen die LAN Party stören.
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Die "Alten Hasen" hängen sowohl
Potentialausgleichkabel, Stromkabel als auch die Netzwerkkabel auf,
dabei nutzen sie findig vorhandene Möglichkeiten aus oder improvisieren
auch schon einmal. Befestigungen in den Bäumen haben sich auch als
brauchbar erwiesen, man sollte aber weder die Bäume schädigen noch sein
Befestigungsmaterial achtlos liegen lassen.
Egal wie auch immer, oberster Punkt
muss immer die Sicherheit der Teilnehmer sein - und Stromschläge enden
oft tödlich ! |
Empfehlung des Autors:
Verzichten Sie auf solche
Abenteuerausflüge im Grünen. Es gibt genügend Möglichkeiten solche eine
LAN-Party auch in größerem Stil in einem Gebäude mit abgenommener VDE
konformer Verkabelung stattfinden zu lassen. Da wird keiner nass, die
Rechner versinken nicht im Sumpf und es gibt garantiert keine unliebsamen
Überraschungen durch Erdungsfehler.
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