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Hardware

In der ersten Tagen der Personal Computer waren diese ab Werk nicht für eine Anbindung an ein Netzwerk vorgesehen. Aus diesem Grunde wurden die Netzwerkkarten auch nur optional angeboten. Dies hat sich bis heute kaum geändert. Auch in den heutigen Tagen müssen Sie in den meisten Fällen eine Netzwerkkarte bestellen, wenn Sie den Rechner an das Netzwerk anbinden wollen. Dass es auch anders ging bewiesen diverse andere Hersteller beispielsweise Apple mit seinem Macintosh, welcher von Hause aus für eine Netzankopplung vorgesehen war und heute noch ist.

Beschäftigen wir uns nun mit dem Netzwerkadapter

Die Network Interface Card (NIC) ermöglicht es den Rechnern Zugriff auf andere Rechner zu nehmen oder Netzwerkressourcen zu nutzen. Damit der angeschlossene Rechner im Netzwerk eindeutig und unverwechselbar zu unterscheiden ist, wurde definiert, dass jede Netzwerkkarte eine weltweit einmalige hexadezimale Hardware Adresse erhält. Diese Adresse wird auch MAC-Adresse genannt (Media Access Control). Eine solche Adresse sollte weltweit nur einmal vergeben werden und kein zweites mal auftauchen. Jedem Hersteller wurde daher ein gewisser Bereich dieser Adressen zugewiesen.

Einige Beispiele der zugewiesenen Adressen:

 000009  bis  FFFFFF  an  Cisco Systems
 0000C6  bis  FFFFFF  an  Hewlett-Packard
 02608C  bis  FFFFFF  an  3 COM
 080014  bis  FFFFFF  an  Novell
 080020  bis  FFFFFF  an  SUN 
 AA0004  bis  FFFFFF  an  Dec Net

Zu Anfang der Definitionen dachte noch niemand daran, dass der PC solch einen Siegeszug antreten würde, wie er es dann getan hatte. Als Folge wurde der Adressraum immer kleiner, da den Herstellern die Adressen ausgingen. Zu dieser Zeit war auch die Firma Novell noch im Hardwaregeschäft tätig.

Sie hatte unter anderem auch die Firma Eagle mit ins Boot genommen, um den Renner der Netzwerke herzustellen, die NE (Novell Eagle) 1000 und später die legendäre NE 2000 Netzwerkkarte. Von dieser NE 2000 stammen fast alle Standard Netzwerkkarten ab. Daher finden Sie heute noch die Aufschrift auf den Netzwerkkarten NE 2000 kompatibel.

Zur damaligen Zeit dachten die Leute von Novell schon weit in die Zukunft und hatten dafür gesorgt, dass die Physikalische Adresse der NE 2000 Netzwerkkarten steckbar in einem kleinen Chip hinterlegt wurde. Der Grund dafür war, dass zu jener Zeit die weltweiten Netzwerke noch überschaubar waren, eine Änderung eines Rechners oder Austausch der defekten Netzwerkkarte allerdings allen bekannt gemacht werden musste. Durch das Wechseln der Adresse in eine neue Steckkarte konnte dieses aufwendige Verfahren eingespart werden.

Zwei Dinge kamen nun zusammen, einerseits stellte Novell die unrentabel gewordene Hardwareproduktion ein, andererseits verlangte der Markt nach fest in die Netzwerkkarte gebrannten Adressen, um Missverständnisse im Internet zu erschweren. So verschwanden nach und nach die legendären NE 2000 Netzwerkkarten. Glücklich sei der Mensch, der noch welche hat . . .

Es gab regelrechte Kämpfe um freie Adressräume, die Kunden, welche defekte Netzwerkkarten zurückschickten wurden mit Prämien bedacht usw. Der Autor erinnert sich an Prämienjäger beim technischen Vertriebspersonal, welches überall dort wo es auftauchte anbot die alten defekten Netzwerkkarten kostenlos zu entsorgen . . .

Wie Novell ging es auch anderen Firmen, sie zogen sich vom Hardwaregeschäft zurück, ihr Adresskreis konnte von anderen Herstellern genutzt werden. Durch den Mangel an Adressen kam es immer wieder einmal vor, dass eine Adresse wiederholt vergeben wurde. Solange nicht beide Rechner im gleichen Netzwerk erreichbar waren gab es keine Probleme. Es gab allerdings dann erhebliche Probleme, wenn beide Rechner im Internet erreichbar waren. Da die Rechner letztendlich durch die MAC-Adresse unterschieden wurden kam es dann zur Katastrophe, wenn es sich bei den beiden Adressen beispielsweise um Internet Server oder Router handelte.

Solche "Unfälle" wurden nicht selten gerichtlich gelöst. Letztendlich konnten die Probleme erst dadurch gelöst werden, dass die Definitionen abgeändert wurden. Die MAC Adressen durften bekanntlich nur ein einziges mal vergeben werden.