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Der Erlrouter

 

Der Router

Ein Router dient der Kopplung zweier Netzwerke über ein beliebiges Medium, meist eine Wählverbindung oder Standleitung über das Telefonnetz. Er sorgt also für den Auf- und Abbau der Verbindung und die "Verpackung" der Daten in ein der Verbindung angepasstes Protokoll. Gegenüber normalen Modems oder ISDN-Karten haben Router den Vorteil, dass sie sich im Netzwerk völlig transparent verhalten, für andere Netzwerkkarten also wie ein normaler Hub oder Switch erscheinen. Auch benötigt man keinen zusätzlichen PC bzw. belegt keine Ressourcen wie Rechenleistung in einem vorhandenen Rechner, der die Aufgabe eines Routers übernehmen würde. Allerdings wirken sich diese Vorteile erst in relativ großen Netzwerken aus. 
Router arbeiten auf der dritten OSI Schicht. Das bedeutet, dass die Funktionen der beiden ersten Schichten implantiert sind. Weiterhin können Router unterschiedliche Netztypen und unterschiedliche Protokolle verbinden. 

Bekannt wurden vor Jahren die sogenannten Multiple Protokoll Router aus dem Hause Novell und AVM. Diese Router konnten mehrere Protokolle problemlos und fehlerfrei routen und schafften damit einen de facto Standard bei den Software Routern. Auch heute sind diese Produkte noch immer erfolgreich im Markt.

Wie baut man einen Router ?

Der einfachste Router ist ein Rechner (PC) mit mindestens zwei Netzwerkkarten. Daraus resultiert, es gibt Router als Hardware- und Softwarelösung. Bei dem oben genannten Beispiel handelt es sich um eine Software Lösung, da auf dem Rechner nur eine spezielle Software zum Einsatz kommt. Als Software können Sie die kostengünstige Linux Version wählen, oder Sie greifen tiefer in die Tasche und unterstützen Microsoft durch den Kauf einer NT Server Lizenz. Beides sind praktikable Lösungen. (Der Autor würde aus Sicherheitsgründen allerdings die Finger von Microsoft lassen.)

Solche Lösungen, mit mehreren Netzwerkkarten in einem Rechner sind heute sehr weit verbreitet, da auch die älteren Rechner genommen werden können. Außerdem sind solche Lösungen in Servern sehr weit verbreitet.

Hardware Router hingegen sind externe Geräte mit den passenden Anschlüssen für Rechner und / oder Netzwerke. Diese Router können klein sein wie dieser ältere Cisco Router oder in professioneller 19" Technik gefertigt werden. Auch hier ist die Wahl recht einfach, mit Router aus dem Hause Cisco kann man keine Fehler machen. Viele andere Hersteller bieten ebenfalls Router mit guten bis sehr guten Eigenschaften.

Weshalb empfiehlt der Autor Cisco ? Weil sich diese Firma mit Eigenentwicklungen und eigenen Lizenzen, Protokollen usw. einen erstklassigen Namen gemacht haben. Gerade im Bereich des Internet mit seinen riesigen Netzen geht ohne Cisco nichts mehr. Ein weiterer Punkt ist der Sicherheitsaspekt, auch hier ist diese Firma eine der besten Empfehlungen. 

Die Router im dritten Jahrtausend

Heute werden Router in kleineren und mittleren Firmen zumeist als ISDN oder DSL Router eingesetzt. Hier werden die Maschinen in das bestehende Netz gehängt und mit dem ISDN bzw. DSL Netz verbunden. Nach der Konfiguration erfolgt über solch eine Maschine der Internetzugriff. Das ganze geht schnell und relativ einfach. 

Funktionsweise

Ein Router hat die Funktion, zwei oder mehrere räumlich getrennte Netzwerke über eine Telekommunikations-Leitung miteinander zu verbinden. Wann immer also ein Rechner über das LAN eine Netzwerk-Ressource (Server, Arbeitsplatz-Rechner, Drucker) ansprechen soll, die physikalisch in einem anderen Netzwerk angesiedelt ist, dann stellt der Router den Kontakt zwischen beiden Netzwerken her. Ein Router ermöglicht dazu die Verbindung oftmals auch über eine abweichende Netzwerk-Topologie: Zwei Ethernet-Netze lassen sich zum Beispiel per ISDN koppeln, und es muss dazu kein Ethernet-Kabel zwischen den beiden lokalen Netzen verlegt werden.

Prinzipiell lässt sich jede Übertragungstechnik für die Netzwerk-Kopplung nutzen. Lange Zeit wurden vor allem Standleitungen zu diesem Zweck genutzt. Inzwischen sind vor allem Mini Router populär, die zur Übertragung das digitale Telefonnetz ISDN nutzen. Der sogenannte "Short Hold"-Mode erlaubt es, eine bestehende Verbindung jederzeit zu unterbrechen und in Sekundenbruchteilen wieder aufzunehmen. Unterstützen die Übertragungseinrichtungen auf beiden Seiten diesen Modus, brauchen gebührenpflichtige Verbindungen nur in der Zeit aufgebaut zu werden, die für die Datenübertragung benötigt wird. Dies ist in Europa sehr wichtig, da die Telekom immer noch horrende Gebühren für IP Netze verlangt.

Inwieweit eine Netzwerk-Kopplung per ISDN wirtschaftlich sinnvoll ist, hängt daher von der Nutzungsdauer und -frequenz ab:

Greift ein Anwender über einen kompletten Arbeitstag ständig für kurze Zeit auf das Firmennetz zu, fallen durch die ständige Wiederanwahl immer wieder Gebühreneinheiten an. In solchen Fällen gilt es zu prüfen, ob eine Standleitung nicht preiswerter ist. 

Wird der Netzwerk-Zugang aber nur zu bestimmten Zeiten und nur sporadisch benötigt, sind ISDN-Router derzeit die beste Wahl. 


Der prinzipielle Unterschied zwischen einem Router und einer Modem- oder ISDN-Einwahlverbindung in einen Remote-Server ist die völlige Transparenz des Routers: 

Die Router verhalten sich wie Netzwerk-Komponenten (wie Hubs, Switches oder Bridges), benötigen keine PC-Rechenleistung und lassen sich zum Beispiel mit dem SNMP Protokoll (Simple Network Management Protokoll) über das Netzwerk administrieren. Authentifizierung und Verschlüsselung führt die Hardware automatisch durch. Voraussetzung für diese transparente Arbeitsweise ist allerdings, dass der Router alle verwendeten Netzwerk-Protokolle unterstützt. Da der Trend in lokalen Netzwerken ohnehin stark zum Internet-Protokoll TCP/IP geht, ist dieses Protokoll für Netzwerke mit Remote Anbindung geradezu prädestiniert. Das Intranet der Firma kann auf diese Weise um eine oder mehrere Remote Stationen erweitert werden. Per Definition wird das lokale Netzwerk des Heimarbeiters somit zum Extranet. Der Netzwerk-Administrator muss allerdings dafür sorgen, dass alle von der Remote-Station benötigten Funktionen über das IP-Protokoll erreichbar sind.

Für die Verbindung zur Gegenstelle nutzen moderne Router Protokolle wie PPI oder HDLC. Beide eignen siel besonders gut für ISDN-Verbindungen. Doch auch andere Verbindungstypen wie X.25 oder SMDS kommen als Transportprotokoll in Frage. Sofern die miteinander verbundenen Router kompatible Transport und Netzwerkprotokolle unterstützen, lassen sich auch Router unterschiedlicher Hersteller kombinieren. Viele Routerhersteller bietet außerdem Datenkompression an, um die chronisch zu knappe Bandbreite zu erhöhen. Der Router bei der Gegenstelle übersetzt solche Datenpakete wieder ins ursprünglich Protokoll und leitet sie ins entfernte Netz weiter.

Da in Firmen häufig mehrer Router-Verbindungen gleichzeitig ankommen, sind dort vor allem 19" Rack-Systeme üblich, die mehrere Ports unterstützen. Beim Client im Home Office wird dagegen in der Regel ein Mini-Router installiert, der ein oder zwei ISDN-Kanäle unterstützt.

Hersteller

Auch hier gibt es Lösungen von Cisco, selbstverständlich bieten auch andere Hersteller passende und leistungsfähige Produkte an. Hier eine kleine Auflistung:

Die Router haben sich im Netzwerk behauptet. Ohne sie wäre das Internet nicht vorstellbar.

Vorteile
  • Transparente Netzdarstellung
  • Einfache Erweiterungsmöglichkeit
  • Schnelle Anbindung (Internet, ISDN)
  • Ein einzelner Router kann viele Netze verbinden
  • Protokoll unabhängig
  • Unterstützt mehrere Medien (Kupfer, Glasfaser, Funk ... )
  • Wartung kann aus der Ferne stattfinden (Remote Control)
Nachteile
  • Sicherheitsanpassung im Netzwerk erforderlich (ansonsten haben Sie ein WWON (Welt-weites offenes Netzwerk)
  • Teilweise recht teuer
  • gutes bis sehr gutes Fachwissen erforderlich

Wie eine Vernetzung mittels Router aussehen kann, zeigt dieses Schaubild. Auffallend dabei ist, dass es mehrere Möglichkeiten gibt von einem Netz in das andere zu gelangen. Bei einer Netzüberlastung oder sogar dem Ausfall eines Netzes kann so dennoch der Zugriff auf andere Netze erfolgen. Heutige moderne Router können selbstständig der jeweils passenden Verbindungsweg wählen. Eine ähnliche Vorgehensweise finden Sie auch im Internet.