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Wie alles begann
Netzwerklexikon
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Wie alles begann:

Die frühen eingesetzten Computer waren zumeist Großrechner. Die Terminals hatten keine eigene CPU sondern nutzten die Rechenkapazität des Host. Die Anbindung erfolgte über spezielle Kabel und das ganze war alles in allem sündhaft teuer und schwer zu verwalten. Eine einfache Erweiterung war auf diese Art nicht möglich.

Jeder einzelne Rechner wurde in der Anfangszeit einzeln an den zentralen Rechner, einem Zentralrechner oder Host genannt, angeschlossen. Mit Zunahme der einzelnen Clients wurde schnell klar, dass es so nicht weitergehen konnte. Die Techniken und die Kosten zur Anbindung eines Rechners waren viel zu hoch.

Wie so vieles kam auch die Vernetzung einzelner Rechner aus den USA. Die Firma Rank Xerox war beispielsweise einer dieser Vordenker und Visionäre. Rank Xerox hatte in Palo Alto sein legendäres Forschungsinstitut, das Palo Alto Research Center auch PARC genannt. Von dort kommen nicht nur die Netzwerkanbindung für kleinere Rechner (Minicomputer, PC ... ) sondern auch die grafische Oberfläche sowie die allseits beliebte Maus. 

  Jedenfalls konnten diese kleineren Rechner nicht mehr direkt an den Großrechner angeschlossen werden. Da dennoch der Wunsch einer Rechneranbindung untereinander bestand schuf man die Netzwerkkarte (NIC). Mit dieser Karte konnte man Rechnersignale über Kabel an andere Rechner senden. Damit der Rechner später eindeutig erkannt werden konnte, erhielt jede einzelnen Netzwerkkarte eine unverwechselbare Adresse, die Node Adress. Eine solche Node Adress wird im hexadezimalen Code abgelegt und kann etwa so aussehen:
Zu der Zeit kannte man aus dem Bereich des Rundfunks das Koaxialkabel. Diese Kabel waren allerdings noch armdick und unflexibel. Folglich konnte man diese Kabel nicht direkt an den PC anschließen. Aber dieses Kabel konnte als Hauptstrang (Backbone) im Gebäude verlegt werden. An diesen Strang sollten dann die einzelnen Rechner angeschlossen werden. 

Die Netzwerkkarte, auch Netzwerk Interface Card oder NIC genannt, hatte am Abdeckungsblech einen Anschluss mit dem der Rechner über ein spezielles Anschlusskabel, dem Transceiverkabel, an den Transceiver angeschlossen war. Bei der Definition dieses Anschlusses waren folgende drei Firmen beteiligt: Digital, Intel und eben Xerox, so erhielt der Anschluss die Bezeichnung DIX.

Ursprüngliches Netz

Diese Transceiver (Kunstwort für Transmitter also Sender und Receiver also Empfänger) waren auch bekannt als Attachment Unit Interface oder AUI und ermöglichten es einen einzelnen PC an das dicke Koaxialkabel anzuschließen.

Zusammenfassend sah das wie folgt aus:

Der PC hatte eine Netzwerkkarte. Über den DIX Stecker der Karte wurde das Transceiverkabel angeschlossen. Dieses Kabel mündete in den Transceiver oder AUI. Dieser Transceiver war an das dicke Koaxialkabel als Übertragungsmedium angeschlossen. Somit war der Rechner vernetzt. Mit einem passenden Netzwerkbetriebssystem und einem Netzwerk Client konnten die einzelnen Rechner auf den Dateiserver zugreifen und zentral Daten lesen oder speichern.

Client und Server Prinzip

Sicherlich haben Sie schon von Client und Server gehört. Dieses Client Server Prinzip hat sich heute durchgesetzt. Der Client ist zumeist der lokale PC an welchem Sie arbeiten und der Server ist ein zumeist speziell ausgestatteter PC welcher mittels einem Serverbetriebssystem (Netzwerkbetriebssystem) anderen Rechnern seine Dienste anbietet. Die wichtigsten Komponenten von Servern sind zumeist doppelt vorhanden, damit bei einem Ausfall nicht das gesamte Netzwerk steht, schließlich sollen ja Netzwerkdienste angeboten werden. Zu diesen Diensten, die ein Server anbieten kann zählen:

  • Gemeinsame Datennutzung auf den Server Festplatten
  • Druckdienste
  • Zentraler Zugriff auf Ressourcen (Internet, Maildienste ...)
  • Zentrale Datensicherung
Diese Dienstanbietung wird Ressourcen Sharing genannt. Sicherlich können Sie auch bereits mit zwei PC und einem Windows Betriebssystem Ressourcen teilen, so etwas wird dann im allgemeinen "Peer to Peer Netzwerk" genannt. Für ein richtiges Netzwerk wird zumindest ein Rechner mit einem Netzwerkbetriebssystem und einem oder mehreren PC (Workstation) mit Client Software benötigt. Dass so etwas nicht teuer sein muss, beweisen Lösungen, die auf LINUX basieren. Dieses Betriebssystem kann Server und Workstation zur gleichen Zeit sein. Normalerweise wird ein Rechner allerdings als reiner Server eingesetzt. Der große Vorteil dieses Systems besteht darin, dass LINUX wie alle UNIX Systeme von Anfang an netzwerktauglich war und ist. Dieses Betriebssystem ist geradezu prädestiniert für die Kommunikation mit anderen Rechnern. Netzwerkserver von Sun

LINUXAus diesem Grunde sind die meisten Rechner im Weltweiten Internet UNIX-basierend. Apache als Web-Server kommt weltweit als die absolute Nummer 1 zum Einsatz und das auch noch kostenlos, denn LINUX basiert auf dem System der freien Software.

Tipp des Autors: Sehen Sie sich LINUX ruhig einmal an, es lohnt sich.